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Hunderte pilgern zum Annafest Drucken E-Mail
Geschrieben von PNP : 31.07.2009   

Abt Marianus Bieber: „Hl. Anna ist auch unser Vorbild“ - Über 700 Pilger auf dem Weg nach Kreuzberg
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Abt Marianus mit den Konzelebranten Pfarrer Konrad Eichner (von links), Pfarrer Dr. Michael Gnan, Propst Johannes Stoewer O.Praem., Pfarrer Josef Wagmann, Dekan Wolfgang G. Keller, der Zeremoniar des Abtes, P. Godehard Fuchs SDS, Pfarrvikar Johannes Spitaler und Kaplan Rupert Wimmer (verdeckt).Matzke

Kreuzberg. Die Sternwallfahrt der 13 Pfarreien im Dekanat Freyung am „Annatag“ nach Kreuzberg findet immer mehr Anhänger, fiel doch der Festtag der Kreuzberger Kirchenpatronin heuer zudem auf einen Sonntag. Aber auch Petrus hatte ein Einsehen mit den Wallfahrern, die zu Fuß aus allen Himmelsrichtungen auf den Kreuzberg pilgerten. Die kräftigen Regengüsse der Vortage blieben aus, blauer Himmel überdeckte den kleinen Wahlfahrtsort. Ein ideales Wetter für Pilger zu Fuß, wie für die neunjährige Maria mit ihrer Mutter aus Fürsteneck, die zum ersten Mal mit der Perlesreuter Kirchengemeinde St. Andreas am Nachmittag von Perlesreut nach Kreuzberg aufgebrochen war und nun ganz stolz von sich sagen durfte: „I hab’s g’schafft!“
Es fiel auf, dass sehr viele junge Menschen mitgingen, aber auch die älteren Generationen gut vertreten waren und nicht wenige auch im hohen Alter sich auf dem Weg zur „Hl. Mutter Anna“ machten, um am großen „Kreuzberger Festtag“ dabei zu sein. Die Kreuzberger Blaskapelle empfing die Fußpilger am Dorfbrunnen musikalisch und vor den Gasthäusern „Zum Lebzelter“ und „Zur Post“ waren Tische zur Rast aufgestellt. Der Kreuzberger Frauenbund mit Birgit Denk bot Getränke und Rosswürste an, auch Wallfahrtskerzen konnten erworben werden.
Schnell waren die Kirchenbänke in der Kirche und die vielen zusätzlichen Plätze in den Kirchengängen und auf dem Kirchenvorplatz, wohin der Gottesdienst übertragen wurde, besetzt und viele Pilger suchten sich noch einen Platz im Eingangsbereich des Friedhofs. Mit großem liturgischen Dienst zog Abt Dr. Marianus Bieber OSB von der Abtei Niederalteich über das Hauptportal ein, begleitet von den Konzelebranten Dekan Wolfgang G. Keller, Stadtpfarrer Josef Wagmann, Propst Johannes Stoewer O.Praem., P. Godehard Fuchs SDS, Pfarrer Dr. Michael Gnan, Pfarrer Konrad Eichner, Pfarrvikar Johannes Spitaler und Kaplan Rupert Wimmer. Mit Freude begrüßte „Ortspfarrer“ Josef Wagmann, der diese Sternwallfahrt 2005 begonnen hat, die vielen Pilger und die Zelebranten.
„Wenn wir heute das Fest der Hl. Anna begehen“, begann Abt Marianus seine Predigt, „so tun wir das immer in Verbindung mit der Jungfrau Maria, der Mutter unseres Herrn Jesus Christus. So sehen sie auch die mittelalterlichen Darstellungen mit Maria und Jesus im Arm und auf dem Schoß, den sog. Anna-Selbdritt-Darstellungen. In der Verehrung wurde Anna immer zusammen mit ihrer Tochter gesehen und verschmolz so zu dem einen Bild der großen Mutter, die für ihre Verehrer und Gläubigen da ist.“ So seien Marien- und Annawallfahrt nicht zu trennen.
„Wirkliche, echte Freiheit hat Gott dem Adam und jedem Menschen im Prinzip in der Schöpfung als sein Ebenbild mitgegeben“, so der Abt. Die Freiheit des Konsums ohne Bescheidenheit, die Freiheit der Selbstverwirklichung ohne Verantwortungsübernahme, die freie Liebe ohne Bindung und Treue, das alles seien aber Perversionen von Freiheit und führten letztlich immer wieder in den nackten Egoismus. „Die Gottesmutter war ohne diesen Egoismus. Wirkliche Freiheit heißt, ganz in Übereinstimmung in dem Willen Gottes zu leben, den Willen Gottes anzunehmen“, rief Abt Marianus den Gläubigen zu.

Dank für die„flammende Predigt“

Am Schluss des Gottesdienstes dankte Dekanatsratsvorsitzender Franz Einberger den vielen Pilgern für ihr Glaubenszeugnis, dem Zelebranten für den eindrucksvollen Gottesdienst und die „flammende Predigt“, dem Effata-Chor und Organist Raphael Vogl für die musikalische Gestaltung, den 13 Pfarrgemeinden für die Vorbereitung der Sternwallfahrt und den örtlichen Organisatoren für den reibungslosen Ablauf vor Ort.
Bereits zum Pfarrgottesdienst am Morgen, den der Kirchenchor mit Organist Fritz Pauli musikalisch gestaltete, hatten sich viele Gläubige eingefunden. Und über den ganzen Tag verteilt kamen immer wieder Menschen allein oder in kleinen Gruppen zur „Ewigen Anbetung“ vor dem „Allerheiligsten“ in der St. Annakirche. In seiner Predigt schilderte Pfarrvikar Johannes Spitaler die Entwicklung der Annaverehrung über die Jahrhunderte von den frühchristlichen Gemeinden über das ausgehende Mittelalter bis in unsere heutige Zeit.

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Schnell waren alle Kirchenbänke und zusätzlichen Plätze in der Kirche und auf dem Kirchenvorplatz besetzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Am Stand des Kreuzberger Frauenbundes stärkten sich Frauen aus der Pfarrei Finsterau. Schließlich musste auch für das leibliche Wohl der Wallfahrer gesorgt werden.

 
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