Aktuelle Kurzinformation

Zur Anzeige von PDF-Dateien benötigt man einen PDF-Reader. Falls ein solcher auf Ihrem Rechner noch nicht installiert ist, hier ist der Download.
 
Eltern wollen Kinderspielplatz erneuern Drucken E-Mail
Geschrieben von PNP : 30.07.2009   

Konzept für das Gelände in der Hofreutsiedlung vorgestellt - Gemeinderat bewilligt Zuschuss von 4000 Euro - 3-D-Schaukel und unterirdische Röhre

Von Caroline StrangVorstellung Konzept












Hinterschmiding.
Ganz neu soll er werden und mal ein wenig anders sein, eine Ergänzung zu den bisherigen Angeboten: Eine Elterninitiative unter der Leitung von Gerti und Werner Simmet will in der Hofreutsiedlung in Hinterschmiding den Spielplatz komplett erneuern.
Bei der Gemeinderatssitzung stellte Werner Simmet das Konzept vor - und die Räte zeigten sich überwiegend überzeugt von den Ansätzen, die selbst gezeichnet auf einem bunten Plan vor ihren Augen hingen. So traf der Gemeinderat nach der Vorstellung auch einstimmig die Entscheidung, dieses Projekt für den Anfang mit 4000 Euro zu unterstützen - ein großer Teil des Haushaltspostens, der für Spielplätze in Hinterschmiding für dieses Jahr eingeplant ist.
„Ich freue mich auf jeden Fall über diese Entscheidung“, meint Werner Simmet dann auch am Tag danach. Sie hätten einfach mal abgewartet, was heraus kommt - „es war klar, sobald wir etwas Geld in die Hand bekommen, können wir mal anfangen“. Anfangen klingt gut, denn die Bewohner der Hofreuter Siedlung haben viel vor mit dem Gelände, das ungefähr 15 auf 20 Meter groß ist. Schon das Gelände selbst soll umgestaltet werden, unter anderem durch „ Schaffung eines nierenförmigen Hügels und einer ausgedehnten Mulde“, wie im Konzept steht, das auch dem Gemeinderat vorlag. Insgesamt sollen - bei optimaler Gestaltung - drei vertikale Elemente wie ein Turm, ein Hoch-Netz und ein Schiffsmast aufgebaut werden, die durch Schwebebalken, Seile oder Kettensteg miteinander verbunden sind. Außerdem sollen eine 3-D-Schaukel, eine unterirdische Röhre und ein Matschplatz am benachbarten seichten Bach Spaß bringen.
Die Elemente sollen in verschiedenster Form erklettert werden können. Bedenken zur Sicherheit äußerte Werner Simmet selbst in der Sitzung und bat die Gemeinde um Hilfe. Die konnte Bürgermeister Heinrich Lenz auch sofort zusagen: Der Sicherheitsbeauftragte der Gemeinde können die Sicherheit der selbst erbauten Spielgeräte jederzeit überprüfen und bescheinigen.


Zielgruppe sind dabei - wie auch das Konzept schon nahe legt - nicht primär Kinder im Kleinkindalter, „sondern zusätzlich auch Kinder im Grundschulalter und etwas darüber hinaus“. Den Einwand einiger Gemeinderäte, dass der neue Spielplatz dann zum abendlichen Treffpunkt für Jugendliche werden könnte, wischte Simmet bei Seite. „Was wäre daran schlimm?“, fragte er in die Runde. Weil die Zielgruppe so gewählt ist, sollen Geräte, die in den meisten Hausgärten ohnehin vorhanden sind, eben nicht das Grundgerüst des Spielplatzes, sondern allenfalls Ergänzungen bilden. „Der Spielplatz soll zum Rennen, Verstecken, Balancieren, Klettern und zum Verweilen animieren.“ Generell geht es um Bewegung - und um Ruhe. Denn auch für die Eltern und Großeltern soll mit Bänken im Schatten gesorgt werden. „Die Kinder sollten sich an manchen Stellen des Platzes unbeobachtet fühlen können, die Eltern sollen das Gefühl haben, jederzeit den Überblick zu bewahren“, erklärt Werner Simmet.
Der Grundgedanke bei Gerti und Werner Simmet ist, wie sie immer wieder betonen, der soziale Aspekt. „Wir wollen dort einen Austausch von drei Generationen, da wir gerne die Dorfstruktur fördern wollen und nicht nur die Familien.“ Auch aus diesem Grund bezeichnete Lenz den Vorschlag als „Konzept für die Gesamtgemeinde“ und als „zentralen Spielplatz“. Kein High-Tech-Spielplatz sei geplant, sondern ein guter Vorschlag, der den Platz aus Sicht der Kinder attraktiver mache. Für ein ganz anderes und gutes Konzept hielt auch Gemeinderat Roland Hackl den Spielplatz.
Mit den bewilligten 4000 Euro werden die Eltern aus der Hofreutsiedlung nun mit dem Bauen anfangen. Die Materialien sollen so günstig wie möglich eingekauft werden - und der Rest in Handarbeit gemacht. „Der Einkauf von Standardgeräten wäre viel zu teuer“, so Gerti Simmet. Die Gestaltung soll dann etappenweise je nach verfügbaren Mitteln und Arbeitskapazität erfolgen, je nach Machbarkeit auch auf folgende Jahre verteilt. „Das wird ein ganz normaler Spielplatz und wir hoffen, dass keine allzu große Erwartungshaltung entsteht“, will Werner Simmet noch loswerden. Auf keinen Fall wolle man mit den anderen Spielplätzen in Konkurrenz treten. Deshalb schlug Bürgermeister Lenz auch gleich ein Treffen der verschiedenen Spielplatz-Verantwortlichen vor, was von allen Seiten sehr begrüßt wurde.


 

DREI FRAGEN AN...

Gerti Simmet, Planerin des Spielplatzes in Hinterschmiding

  Welches pädagogische Konzept liegt den Plänen für den Spielplatz zu Grunde?

Ich habe mir das Konzept für Spielplätze vom Landratsamt angeschaut. Da stand, dass man vorab die Zielgruppe genau bestimmen sollte. Wir haben dann festgestellt, dass vor allem Kinder von acht bis zehn Jahren einen Platz zum Spielen bräuchten. Davor haben sie teilweise die Geräte im Kindergarten oder auf dem eigenen Grundstück. Kindergartenkinder sind eh viel zu Hause und spielen dort. Da war dann klar, dass wir nicht unbedingt noch eine Schaukel oder eine normale Rutsche brauchen. Die Geräte sollen ein wenig anspruchsvoller sein und Balance und Gleichgewicht fördern. Deshalb planen wir, in die Höhe zu bauen.

  Haben Sie Erfahrung mit dem Aufbau von Spielplätzen?

Ich bin Erzieherin. Vor allem in Nürnberg war ich auf sehr vielen Spielplätzen und konnte Erfahrungen und Eindrücke sammeln, weil ich dort als Springerin eingesetzt war. Dort habe ich sehr viele tolle Spielgeräte gesehen. Aber die meisten können wir uns hier natürlich nicht leisten. Also sollen die Grundideen verwirklicht werden - aber alles ein wenig einfacher.

  Sind die Pläne für Sie so realisierbar?

Das wissen wir noch nicht ganz genau. Was wir erreichen, hängt davon ab, wie sehr wir uns alle zusammen engagieren bei diesem Spielplatz. Je mehr sich aus der Siedlung engagieren, desto mehr werden wir erreichen. Die Pläne können auch jederzeit so verändert werden, dass es funktioniert und wir es schaffen.  - cst/Foto: privat
Zum Bericht unten „Hinterschmidinger Eltern wollen Kinderspielplatz erneuern“

 
weiter >
© 2010 Online Informationszentrum der Gemeinde Hinterschmiding
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.