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„Mit dem Älterwerden wird Ernte eingebracht“
Altenclub Hinterschmiding-Herzogsreut feierte 35-jähriges Jubiläum - Gottesdienst und Festakt
Hinterschmiding. Das 35-jährige Bestehen des Altenclubs Hinterschmiding-Herzogsreut wurde mit einem Dank- und Gedenkgottesdienst gefeiert. Beim Festakt wurde auf die Gründung zurückgeblickt, allen bisherigen Verantwortlichen gedankt und die derzeitige Arbeit besonders gewürdigt. Die Mitglieder aus den Pfarreien Hinterschmiding und Herzogsreut treffen sich einmal monatlich, entweder zu einem gemütlichen Beisammensein oder zu besonderen Anlässen, wie zum Faschingskränzchen oder zu Maiandachten. Es gibt beim Altenclub keine feste Mitgliedschaft und jeder kann ohne feste Verpflichtung kommen. Bei den Veranstaltungen werden die Senioren vom Hinterschmidinger Frauenbund unterstützt.
 Über das 35-jährige Bestehen freuten sich die Mitglieder des Altenclubs: Bürgermeister Heinrich Lenz (von links), Karl Mandl, Pfarrer Dr. Michael Gnan, Franz Betz, Msgr. Hans Stadler, Elfriede Schaub, Diakon Hubert Frömel, Paula Resch, Franz Wagner, Maria Öller, ARGE-Vorsitzende Maria Kapsner, Franz Krückl und Sieglinde Kloiber. Schaub
Gründer Fritz Braun wurde belächelt
Die Feier wurde mit einem Dank- und Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche Hinterschmiding begonnen, der vom Altenseelsorger der Diözese Passau, Msgr. Hans Stadler, und dem früheren Pfarrer von Hinterschmiding und Herzogsreut, Josef Hirsch, zusammen mit Diakon Hubert Frömel zelebriert wurde. Der Gottesdienst wurde vom Hinterschmidinger Kirchenchor unter der Leitung von Alois Seidl mit der „Passauer Messe“ musikalisch umrahmt.
Konzelebrant Pfarrer Josef Hirsch beglückwünschte den Altenclub und wies darauf hin, dass die Senioren ihren Glauben an ihre Kinder und Enkel weitergegeben haben. Msgr. Hans Stadler hob in der Predigt die Gemeinschaft in dem Altenclub hervor. Er sagte, dass „mit dem Älterwerden die Ernte eingebracht“ wird, die Ernte des Erlittenen, des Glaubens, des Erlebten und des Lebens. Das Jubiläum ist ein Zeichen der Wertschätzung der älteren Menschen. Die Altenclub-Mitglieder Paula Resch und Laura Stadler trugen die Fürbitten vor, in denen der verstorbenen Altenclub-Mitglieder gedacht wurde. Nach dem feierlichen Gottesdienst wurden an die Gräber von Fritz Braun, Pfarrer Herbert Kessler und Kreszenz Weiner, stellvertretend für alle verstorbenen Mitglieder und Gönner, Blumen gebracht. Danach fanden sich die Altenclub-Mitglieder und Ehrengäste im Kultursaal des Sepp-Stadler-Hauses zu einem kleinen Festakt und zu einem gemütlichen Beisammensein ein. Die Altenclub-Vorsitzende Maria Öller dankte allen, die zum Gelingen des Festtages beigetragen haben. In seinem Rückblick erinnerte Franz Betz an den Gründer des Altenclubs, Fritz Braun, der schon vor 35 Jahren - damals jedoch von vielen belächelt - die Notwendigkeit einer organisierten Altenarbeit gesehen hatte. So wurde vor 35 Jahren der pfarreiübergreifende Altenclub ins Leben gerufen. Betz erzählte, dass die Senioren nach einem Jahr Wanderschaft zwischen Gasthäusern dann für lange Zeit im Hinterschmidinger Kindergarten Platz gefunden haben. Seit 1994 hat der Altenclub seinen festen Platz im Sepp-Stadler-Haus. Betz berichtete, dass das Erbe des Gründers dann 1983 von Kreszenz Weiner angetreten worden ist und dass der Club seit 1999 von Maria Öller umsichtig geleitet wird. Maria Öller wird dabei von Paula Resch und Franz Krückl sowie von den Helferinnen des Frauenbundes tatkräftig unterstützt. Franz Betz erinnerte auch an den ersten
Glückwünsche aus der ganzen Gemeinde
Geistlichen Beirat, Pfarrer Herbert Kessler. Alle bisherigen Verantwortlichen hätten mit großem Idealismus und unermüdlichem Einsatz für die ältere Generation gewirkt. Für die Pfarrei Hinterschmiding überbrachte die Glückwünsche der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Karl Mandl. Auch die Vorsitzende der ARGE „Altenhilfe-Altenclub“ im Kreis-Caritasverband, Maria Kapsner, brachte die Freude über das 35-jährige Bestehen zum Ausdruck. Franz Wagner gratulierte im Namen des Orts-Caritasverbandes und hob hervor, dass der Altenclub seine Aktivitäten dank der rührigen Vorstandschaft völlig selbständig organisiert. Sein Dank galt auch der Gemeinde für die kostenlose Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten und dem Frauenbund für die Unterstützung. Bürgermeister Heinrich Lenz hob die abwechslungsreiche Arbeit des Clubs hervor. Er dankte allen Verantwortlichen und wünschte für die Zukunft alles Gute. Für den Frauenbund Hinterschmiding überbrachte die Vorsitzende Manuela Ranzinger und für den Orts-Caritasverband Herzogsreut Maria Blöchl die Glückwünsche. Nach einem gemeinsamen Mittagessen trug Pfarrer Hirsch eine Betrachtung zum „Altwerden“ vor. Anschließend spielte die Hinterschmidinger Gruppe „Hurraxdax“. Ein Sketch, gekonnt gespielt von Gertraud Bernhard und Sieglinde Kloiber, brachte die Senioren zum Lachen. Danach gab es noch Kaffee und Kuchen. Franz Krückl dankte allen, die zum Gelingen des Festtages beigetragen haben und die den Altenclub durch Zuschüsse, Spenden oder anderweitig unterstützt haben. Maria Öller und Paula Resch dankten mit einem Blumenstrauß Elfriede Schaub und Sieglinde Kloiber für deren regelmäßige Unterstützung bei den Altenclub-Treffen. Abschließend lud Krückl die Mitglieder noch zum Diözesan-Senioren-Tag nach Schweiklberg ein, der am 11. Juli stattfindet. Interessierte sollen sich umgehend bei der Vorsitzenden Maria Öller anmelden. - sj |