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„Blasmusik erklingt“ aus hunderten Instrumenten Drucken E-Mail
Geschrieben von PNP : 16.07.08   
Landrat Lankl dirigiert über 300 Musiker - Großer Festumzug in Herzogsreut

Von Rainer Rathmann
Herzogsreut. Auch wenn es der dritte Festtag im Rahmen der 100-Jahr-Feier der Blaskapelle Herzogsreut war: Im Mittelpunkt stand die Blasmusik an sich. Zahlreiche Kapellen spielten den ganzen Tag über bis spät in die Nacht hinein im Festzelt auf. Dort wurde wegen drohender Unwetterwolken auch der Gottesdienst zelebriert. Das Gemeinschaftskonzert mit mehr als 300 Musikern und der Festzug blieben aber vom Regen verschont. Üblicherweise findet der traditionelle Tag „Blasmusik erklingt“ alle zwei Jahre statt. Wie Josef Schopf als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Blasmusik im Landkreis betonte, wurde wegen des außergewöhnlichen Jubiläums der Herzogsreuter von diesem Turnus abgewichen. Sein Vorgänger, Altbürgermeister Heinz Helmö aus Thurmansbang, und der 89-jährige Ehrenvorsitzende des Musikbundes Oberbayern/Niederbayern Gustl Bäumler waren der Einladung gerne gefolgt. Für Landrat Ludwig Lankl war die Übernahme der Schirmherrschaft selbstverständlich.
Dass das Festzelt bis auf den allerletzten Platz gefüllt war, lag zum einen am musikalischen Weckruf um 7 Uhr, vor allem aber am Sternmarsch, in dem die Blaskapellen einmarschierten. Mit von der Partie waren dabei die Stadtkapellen aus Freyung und Waldkirchen, die Blaskapellen aus Neureichenau, Kreuzberg, Annathal und Grainet, die Musikkapelle Hinterschmiding, der Musikverein Schlag, die Bartholomäusbläser aus Pörndorf, der seit 1984 mit den Herzogsreutern eng befreundete Musikverein St. Oswald/Niederösterreich und natürlich das Geburtstagskind selbst.

Bereit für den Defiliermarsch: Hans Haas (vorne links) überreicht symbolisch seinen Dirigentenstab an Schirmherrn Landrat Ludwig Lankl. Fotos: Rathmannblaskapelle_pnp_080716a.jpg

Den Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Michael Gnan zusammen mit Pfarrer Max Richtsfeld und Diakonanwärter Hubert Frömel. Nach dem geistlichen Segen hielt sich Bürgermeister Heinrich Lenz kurz. Er gratulierte dem ältesten Musikverein der Gemeinde und zitierte Martin Luther: „Musik ist eine Gabe Gottes, die den Teufel vertreibt, und Freude macht“. Nach seinem „Viva la musica“ hat der größte und wohl klingendste „Blechhaufen“, den die Gemeinde je erlebte, der Jubelkapelle einen musikalischen Gruß entboten.
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Hunderte von Zuschauern säumten den Festzug, bei dem die Jubelkapelle Herzogsreut mit Hans Haas an der Spitze mit marschierte.


Schirmherr Landrat Ludwig Lankl sah „die Welt zu Gast bei Freunden der Blasmusik in Herzogsreut“. Blasmusik reiche weit über freizeitliches Musizieren hinaus, sie sei in der Region fest verwurzelt und gleichsam ein Botschafter des Bayerischen Waldes. Und MdL Waschler wünschte als Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Jugend und Sport weitere 100 Jahre. Anschließend folgte das Gemeinschaftskonzert aller Kapellen als Höhepunkt. Die Fußballtribüne wurde kurzerhand zum Konzertsaal umfunktioniert. Landrat Ludwig Ludwig hatte beim Bayerischen Defiliermarsch ebenso wie anschließend Bürgermeister Heinrich Lenz beim Kaiserjägermarsch die 300 Musikerinnen und Musiker fest im Takt. Vor dem Umzug dirigierte Hans Haas die Bayernhymne. Den Festzug durch die Ortschaft Herzogsreut säumten hunderte Schaulustige, die zum gemeinsamen Mittagessen mit ins Zelt einzogen.

blaskapelle_pnp_080716b.jpgJosef Schopf (links) gratulierte als ARGE-Vorsitzender Blasmusik im Landkreis dem Herzogsreuter Kapellmeister Hans Haas zum Doppeljubiläum: 100 Jahre Blaskapelle und 50 Jahre aktiver Musiker.

Blasmusik-ARGE-Vorsitzender Josef Schopf dankte in seinem Grußwort allen teilnehmenden Kapellen für ihre „handgemachte Musik“. Gerade Blasmusik habe im kulturellen Leben des Landkreises einen hohen Stellenwert und besitze darüber hinaus eine grenzüberschreitende Kraft. Dann waren die Kapellen selbst an der Reihe. Sie sorgten bis spät in die Nacht hinein im halbstündigen Wechsel für Unterhaltung. Dabei kamen noch die Blaskapellen Schönbrunn am Lusen und Hohenau/Ringelai hinzu.

 
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