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Ein Kleinod feierte seinen 175. Geburtstag Drucken E-Mail
Geschrieben von PNP: 23.06.2008   

Vorderschmidinger sind stolz auf ihre „Sebastianikapelle“ - Zahlreiche Besucher beim Festgottesdienst

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Mit einem Festgottesdienst im Freien wurde das 175-jährige Jubiläum der Kapelle gefeiert.

Vorderschmiding Sogar der Wettergott war auf der Seite der Vorderschmidinger. Bei herrlichem Sonnenschein und angenehmer Temperatur feierte der Verein „Vorderschmiding lebt e.V.“ mit den übrigen Vereinen der Gemeinde das Fest dieses Jubiläums.
„Die Vorderschmidinger Kapelle ist nicht nur ein historisch erhaltenswertes Kunstdenkmal bayerwäldlerischer Volksfrömmigkeit vergangener Jahrzehnte, nein, sie ruft uns aktiv in den Dienst der Kirche. Ich danke allen, die sich am Erhalt dieser Kapelle beteiligen und bitte die Vorderschmidinger Bevölkerung, ihr Kleinod auch weiterhin mit der bisherigen Liebe und Sorgfalt zu pflegen. Diese Kapelle soll die Stätte des gemeinsamen Betens bleiben“ sagte u.a. Pfarrer Dr. Michael Gnan in seiner Festpredigt.

Der Hl. Sebastian ist nicht nur der Patron der Schützen, nein, er ist vor allem der Beschützer des Viehs. Die in der Kapelle vorgefundene Votivtafel zeigt in Wort und Bild, dass 1829 der Landwirt Michael Wagner seinen Viehbestand trotz Viehseuche halten konnte. Zum Dank errichtete er dann 1833 die Kapelle am Orts- und Waldrand von Vorderschmiding, die heutige „Sebastianikapelle“.
Bürgermeister Heinrich Lenz lobte das Arrangement der Vorderschmidinger. Sie haben sich in der Tat ein Kleinod erhalten und pflegen und verschönern ihr Dorf ständig. Der Verein besteht erst seit drei Jahren. In dieser Zeit wurde nicht nur die Kapelle mit Umfeld gestaltet, es wurde auch der gleich nebenan liegende Spiel- und Bolzplatz mit neuen Geräten und einer Sitzecke ausgestattet. Das Buswartehäuschen wird selbst gepflegt und wurde von den Kindern mit schönen Motiven bemalt.
Auch alte Traditionen wie das Maibaumaufstellen oder Wasservogelsingen wurden wieder aktiviert. Die Gemeinde hat den Verein finanziell unterstützt, sie hat auch zwei zusätzliche Straßenbeleuchtungen aufgestellt um die Ortschaft in das rechte Licht zu rücken. Vorsitzender Max Krenn war erfreut über den Besuch und lud alle Anwesenden ein, in einem Festzug durch das Dorf zu ziehen, wo man sich beim Gasthaus Breit zu einer Sitzweil zusammenfand. Er bedankte sich beim Wirt für die Unterstützung s sowie bei allen, „die immer da sind, wenn sie gerufen werden“.  - pnp
 
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