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Geschrieben von PNP: 22.02.2008   

In Hinterschmiding hören acht von 14 Gemeinderäten auf - „Kleiner Generationenwechsel“

infogemeinderatwahl08_080222.jpgDer amtierende Gemeinderat: Diese vierzehn Gemeinderäte und Bürgermeister Heinrich Lenz (rechts hinten) erhielten 2002 das Vertrauen der Wähler. Der neue Gemeinderat wird viele neue Gesichter bekommen, denn acht der Gemeinderäte treten nicht mehr zur Wahl an. Foto: Gemeinde


Von Eva Schwarz
Hinterschmiding. In der Gemeinde Hinterschmiding gibt es mit Bürgermeister Heinrich Lenz (CSU) zwar nur einen Kandidaten für das Amt des Rathauschefs, trotzdem wird die Wahl am 2. März spannend. Acht der 14 Gemeinderäte treten nicht mehr an. Das Gremium wird also ein neues Gesicht erhalten.
„Es wird einen kleinen Generationenwechsel geben“, sagt Bürgermeister Heinrich Lenz. Denn einige der Gemeinderäte würden aus Altersgründen passen. Der Altersdurchschnitt im Gemeinderat liegt im Moment bei 52 Jahren. „Es schadet nicht, wenn neue, junge Leute in den Gemeinderat kommen“, sagt Lenz. „Die haben andere Schwerpunkte.“ Andere Gemeinderäte verzichten berufsbedingt auf eine erneute Kandidatur wie etwa Ludwig Mayerhofer (CSU), der sich auf seinen Betrieb konzentrieren will. „Ich glaube nicht, dass jemand aus Verdruss aufgehört hat“, sagt Bürgermeister Heinrich Lenz.
Folgende Gemeinderäte treten nicht mehr zur Wahl an: Fritz Ambros (CSU), Ludwig Mayerhofer (CSU), Rudolf Bernhard (FWG Hinterschmiding), Hans Blöchl (FWG Hinterschmiding), Max Gibis (FWG Herzogsreut), Edmund Moritz (FWG Herzogsreut), Franz Bauer (UWG), Friedrich Raab (UWG).
Auch die „Parteienlandschaft“ wird sich ändern. Die FWG Hinterschmiding hat sich aufgelöst. Bisher waren sie mit drei Gemeinderäten vertreten. Rudolf Bernhard und 2. Bürgermeister Hans Blöchl hören aus Altersgründen auf. Helmut Haselberger kandidiert jetzt auf der Liste der ÜWG. Dafür tritt die Gruppierung „Pro Hinterschmiding“ zum ersten Mal mit einer Liste zur Wahl an.
Insgesamt können die Hinterschmidinger Bürger zwischen 56 Kandidaten wählen, die sich auf vier Listen verteilen: CSU, ÜWG, FWG Herzogsreut, Pro Hinterschmiding. Was sind die Besonderheiten der Listen? „Bei uns hat sich der weibliche Anteil mit drei Bewerberinnen deutlich erhöht“, erläutert CSU-Bürgermeister Heinrich Lenz. „Außerdem sind alle Sparten vertreten wie Beamte, Handwerke oder Techniker.“ Auch für die ÜWG kandidieren drei Frauen und elf Männer. „Die Liste der ÜWG stellt eine gesunde Mischung aus Jung und Alt da“, sagt Listenführerin und Gemeinderätin Manuela Kerschbaum.


Mit 48 Jahren einer der Ältesten
Der Listenführer der FWG Herzogsreut Richard Eller ist noch kein Mitglied im Gemeinderat. „Wir haben eine relativ junge Mannschaft“, sagt Eller. „Der neue Gemeinderat wird sich sicher verjüngen.“ Auch auf der Liste von „Pro Hinterschmiding“ kandidieren viele jüngere Kandidaten. „Ich bin mit 48 einer der Ältesten“, sagt Listenführer Josef Schwarz.
Die Hinterschmidinger Bürger entscheiden am 2. März, wer künftig die Geschicke der Gemeinde leiten wird. Wirft man einen Blick auf die Kandidatenliste der Parteien, dann steht eines jetzt schon fest: Der neue Gemeinderat wird ein jüngerer werden.

DREI FRAGEN AN...

Rudolf Bernhard, ältester Gemeinderat in Hinterschmiding

  Sie sind der „Alterspräsident“ eines sehr erfahrenen Gemeinderates. Wie war die Zusammenarbeit in den vergangenen sechs Jahren?

Es gab schon unterschiedliche Meinungen, aber wir haben fast immer Kompromisse gefunden. Wir hatten den Vorteil, dass wir viele Fachleute für bestimmte Gebiete wie etwas Abwasser drin hatten. Und auch der Bürgermeister hat sich immer bemüht, alle anzuhören.

  Warum kandidieren Sie am 2. März nicht mehr für den Gemeinderat?

Ich bin jetzt 63 Jahre alt und war 18 Jahre im Gemeinderat. Das ist lange genug. Jetzt sollen jüngere Leute ran. Die haben neue Ideen und geben der Gemeinde neue Impulse.

  Werden Sie sich weiter für die Gemeinde engagieren?

Ich werde mit Sicherheit die Arbeit des Gemeinderats weiterverfolgen. Außerdem bin ich ja Vorsitzender des Musik- und Heimatvereins. In dieser Funktion werde ich auch zukünftig viel mit der Gemeinde verhandeln.
 
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