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Um ausgelagerte Klassen steht es schlecht Drucken E-Mail
Geschrieben von PNP : 01.12.07   

PNP Lokalteil 1.12.07

Schulverband vertagt Beschluss über zwei Hauptschulklassen in Hinterschmiding - Zu wenig Schüler


von Annette Weilermann
Freyung/Hinterschmiding. Der Beschluss, ob auch im Schuljahr 2008/2009 Hauptschulklassen in Hinterschmiding unterrichtet werden, wurde bei der Schulverbandsversammlung Hauptschule Freyung ausgesetzt. Der Vorsitzende und Bürgermeister Peter Kaspar schlug vor, die Entscheidung auf Juni 2008 zu vertagen wenn man die genauen Schülerzahlen wisse.
Allerdings würde es einige Gründe geben, die gegen eine Aufrechterhaltung der Klassenauslagerung sprechen. „Im nächsten Jahr wird in Hinterschmiding vermutlich keine fünfte Klasse mehr zusammenkommen“, berichtete Kaspar. „Die Sechstklässler kommen in die siebte Klasse und somit nach Freyung.“ Dennoch sollte die Beschlussfassung, die eigentlich auf der Tagesordnung stand, vertagt werden. „Im Juni wissen wir mehr.“


Pädagogische Aspekt steht im Vordergrund
Für zwei Klassen zahle der Schulverband an die Gemeinde Hinterschmiding eine Miete in Höhe von 20 000 Euro. Wenn die Auslagerung beendet wird, hätte der Hauptschulverband Freyung zirka 17 800 Euro an Beförderungskosten von Grainet bzw. Hinterschmiding zu leisten. „Insofern ergäbe sich ein finanzieller Vorteil für den Hauptschulverband von zirka 3000 Euro.“ Allein die finanzielle Auswirkung könne aber nicht als Beurteilungsmaßstab gelten. „Für die Schulkinder steht vielmehr der schulische und pädagogische Aspekt im Vordergrund.“
Darauf verweist auch Hauptschulrektor Walter Kloiber in seiner Beurteilung. „Die Frage die sich stellt ist aber, ob es pädagogisch sinnvoll erscheint, nächstes Schuljahr maximal eine fünfte Klasse in Hinterschmiding zu belassen, wo sie doch eine relativ isolierte Stellung inne hat.“ Verwaltungsgemäß gehöre sie nicht zur Schule am Haidel und spätestens nach zwei Jahren müssten die Kinder doch die Hauptschule in Freyung besuchen.
Hinzu kommt, dass nicht sicher sei, dass überhaupt eine Klasse im Schuljahr 2008/2009 in Hinterschmiding bleiben könnte. „Es sind nur 21 Schüler aus dem Bereich Hinterschmiding und Grainet für die Hauptschule prognostiziert.“ Würden sieben Kinder (in diesem Jahr waren es laut Kloiber sogar zwölf) für die Gebundene Ganztagsklasse angemeldet, könnte keine Klasse ausgelagert werden da die Mindestschülerzahl bei 15 liege. „Problematisch wäre es auch wenn in Hinterschmiding eine relativ kleine, in Freyung aber eine relativ große Klasse gebildet werden müsste, da die Parallelklassen eine annähernd gleich Schülerzahl aufweisen sollten.“
Gutachten spricht sich für ein Ende aus
Diese Gründe und auch die Tatsache, dass in der Freyunger Hauptschule ausreichend Räume für die Unterbringung der ausgelagerten Klassen zur Verfügung stünden, sprechen laut Kloiber für eine Beendigung der Auslagerung.
 

 
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