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PNP: Fingierter Flugzeugabsturz mit Verletzten Drucken E-Mail
Geschrieben von Susanne Moehring   

Passauer Neue Presse, 29.9.2006, Lokalteil Freyung

Katastropenschutzübung der Feuerwehren und des Roten Kreuzes mit 100 Helfern klappte bestens

Hinterschmiding (jst). „Absturz eines Kleinflugzeuges in Hinterschmiding, Waldstück Biegel, mehrere Personen verletzt“ - unter diesem Stichwort rückten die Feuerwehren Hinterschmiding, Herzogsreut, Philippsreut, Mitterfirmiansreut und Perlesreut sowie die Schnelleinsatzgruppen des Roten Kreuzes zu einer Katastrophenschutzübung aus. 14 „Verletzte“ galt es zu versorgen, die Helfer arbeiteten Hand in Hand. Fast hätte man auch an einen wirklichen Einsatz glauben können: Im Wald lag ein rauchendes Flugzeugheck, mehrere Verletzte waren im Umkreis der Unfallstelle verstreut und warteten auf Hilfe. „Eine durchaus reale Ausgangslage für eine gemeinsame Übung der Katastrophenschutzeinheiten der Feuerwehren und des Roten Kreuzes“, sagte Kreisbrandrat Klaus Fehler. Um 18.15 Uhr wurden die Feuerwehren alarmiert, fünf Minuten später traf schon die Feuerwehr Hinterschmiding am Waldstück ein. Kommandant Klaus Raab bildete nach einer ersten Lageerkundung die Abschnitte Menschenrettung/Brandbekämpfung und Löschwasserversorgung. Der Schlauchwagen verlegte während der Fahrt die Löschwasserförderleitungen, das Tanklöschfahrzeug und das Löschgruppenfahrzeug der FF Hinterschmiding fuhr an den nördlichen Waldrand, um erste Maßnahmen zu ergreifen. Nach und nach trafen weitere Feuerwehren ein, die den Aufbau der Löschwasserbeförderung unterstützten. Der Philippsreuter Wehr wurde der südliche Waldrand als Einsatzabschnitt zugewiesen. Mittlerweile war das Rote Kreuz mit Einsatzleitwagen, mehreren Krankentransport- und Betreuungsfahrzeugen eingetroffen. Organisatorischer Leiter Johannes Lawall hatte gleich alle Hände voll zu tun: „Wegen der vielen Verletzten wurden die Schnelleinsatzgruppen aus Freyung, Waldkirchen, Röhrnbach, Perlesreut, Mauth und Schönberg/Eberhardsreuth beordert“, erklärte Albert Hilgart, der aus der Sicht des BRK als Schiedsrichter fungierte. „Der Einsatz liegt zwar unter der Katastrophenschwelle“, meinte Kreisbrandrat Klaus Fehler, der gemeinsam mit den Kreisbrandinspektoren Max Gaßner und Michael Fleck die Übung beobachtete, „dennoch ist es gut, wenn die für den Katastrophenschutz zuständigen Einheiten solche Einsatzsituationen üben“. Bürgermeister Heinrich Lenz und Josef Binder, Leiter des Sachgebiets Öffentliche Sicherheit im

„Schlagkraft unter Beweis stellen“

 


Landratsamt, waren ebenfalls anwesend. „Auch ein eingespieltes Team muss immer wieder seine Schlagkraft unter Beweis stellen“, so Lenz, solche Übungen seien sehr sinnvoll. Mittlerweile war es 18.42 Uhr, einige Zuschauer in der Nähe glaubten an einen wirklichen Einsatz. Das Rote Kreuz baute mehrere Zelte zur Betreuung auf, die ersten sieben Verletzen wurden von Feuerwehrmännern und BRK-Helfern zur Verletztensammelstelle getragen. „Wir vermissen zwei Mädchen“, alarmierte Einsatzleiter Raab die Helfer. Kommandant Franz Sammer von der FF Herzogsreut solle den neu gebildeten Abschnitt Personensuche leiten. Nach einer dreiviertel Stunde fanden sie die beiden Jugendlichen in einem 400 Meter entfernten Waldstück und übergaben sie dem Roten Kreuz. Fast zwei Stunden nach dem ersten Alarm hatte das BRK dann alle Verletzten versorgt. „Im Ernstfall wären die geretteten Personen je nach Verletzungsgrad auch in die Krankenhäuser transportiert worden“, informierte Gerhard Hilgart.
Der Lichtmastanhänger der FF Perlesreut leuchtete die Absturzstelle des Kleinflugzeuges aus, eine Besichtigung des Unfallortes durch das Luftfahrtbundesamt macht dies notwendig. „Gerade was die nachträglichen Lageänderungen angeht, haben die eingesetzten Einheiten gut reagiert und mitgespielt“, freute sich Kreisbrandrat Fehler kurz vor dem Ende der Katastrophenübung. Nach 20.30 Uhr kam über Funk die Durchsage: „Übungsende - alle Leitungen abbauen“. Die Betreuungs-SEG aus Freyung hatte mittlerweile eine Gulaschsuppe vorbereitet, mehr als 100 Einsatzkräfte waren zu verpflegen. Kommandant Raab dankte allen Beteiligten für ihr Engagement, und Kreisbrandrat Fehler lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehren und dem Roten Kreuz. „Sie hat sich bewährt“.

 

 flugzeugabsturz1
 Hand in Hand arbeiteten Feuerwehr und Rettungsdienst bei der Versorgung der Verletzten. privat
 flugzeugabsturz2
 Mit viel Rauch stürzte die Flugzeugatrappe in den Wald.

 

 

 
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