Breitband: „Weiße Flecken“ verschwinden Hinterschmiding, Hohenau, Mauth und Haidmühle bekommen leistungsfähigeres Netz 
Demnächst sind sie keine „weißen Flecken“ mehr: In Hinterschmiding, Haidmühle, Hohenau und Mauth gibt es bald mobiles Internet.
Von Fabian Herrmann Hinterschmiding. „Das ist die wichtigste Infrastrukturmaßnahme, die wir derzeit haben. Ohne diese Ausstattung haben wir keine Zukunft“, sagte Hinterschmidings Bürgermeister Heinrich Lenz. Gemeint war ein leistungsfähigeres Netz zur schnelleren Datenübertragung. „Nach jahrelanger Diskussion können wir endlich ein vernünftiges Ergebnis präsentieren“, freute sich Lenz darüber, dass nun zusammen mit dem Telekommunikationsanbieter Vodafone ein Konzept vorgestellt werden konnte.
Glasfaserkabel erwies sich als zu teuer Ursprünglich war zu Beginn der Planungen noch die Anbindung via Glasfaserkabel anvisiert. Die Planungen erwiesen sich jedoch als zu umständlich und deutlich zu teuer. Durch das Aufstellen von Funkmasten in den teilnehmenden Gemeinden sollen nun „weiße Flecken“ in der Breitbandversorgung abgedeckt werden. „Wir wollten in der Region zusammenstehen und Inseln schaffen“, freut sich Ralph Heinrich, Wirtschaftsförderer für den Landkreis, besonders darüber, dass durch das Aufstellen der Funkmasten eine gemeindeübergreifende Lösung gefunden wurde. Dafür hatte sich auch Franz Hofmann vom Planungsbüro HPE eingesetzt, der seine Untersuchungen auch dann noch fortsetzte, als das dafür festgesetzte Budget erschöpft war. „Keine leistungsfähige Verbindung anbieten zu können, ist ein klarer Wettbewerbsnachteil und mittlerweile fast wichtiger, als eine gute Straßenverbindung. Dadurch rückt der Landkreis wieder ein Stück weiter ins Zentrum Europas und es freut mich, dass dafür alle gemeinsam gekämpft haben“, sagte Landrat Ludwig Lankl. Nicht alle aber haben den Kampf bis zum Ende durchgehalten. Von den ursprünglich zehn Gemeinden, die an dem Projekt beteiligt waren, blieben am Ende nur noch die Gemeinden Mauth, Haidmühle, Hohenau und Hinterschmiding übrig.Die können sich aber nun bald über eine schnellere Verbindung freuen. So wird sich die Downloadgeschwindigkeit auf 7 Mbit/s erhöhen, die im Upload auf 2 Mbit/s, womit sie sogar schneller ist als die einer DSL 16 000-Verbindung. Auch die klimatischen Rahmenbedingungen wurden in den Planung berücksichtigt, um mögliche Beeinflussungen zu vermeiden, wie Oliver Baumann, der Vodafone vor den Gemeindebürgermeistern vertrat, versicherte. Ebenso könne das Netz bei steigendem Bedarf problemlos angepasst werden.

Vielversprechend klang, was Oliver Baumann (rechts) von der Firma Vodafone Hinterschmidings Kämmerer Winfried Ilg (v.l.) Landrat Ludwig Lankl, Hohenaus Kämmerer Egbert Geiger, Mauths Bürgermeister Max Gibis, Hohenaus Bürgermeister Eduard Schmid und Wirtschaftsförderer Ralph Heinrich zu erzählen hatte.Herrmann
Möglich ist mit der Funk-Variante nicht nur eine stationäre, sondern auch eine mobile Internetnutzung für unterwegs. Da auch Touristen und Geschäftsreisende vom mobilen Internet profitieren, ergeben sich aus der neuen Anbindung zukunftsträchtige Standortvorteile. Auch die Verwendung der Infrastruktur als Festnetzersatz sowie als Handynetz ist möglich. Deswegen sei die Investition in das Netz nun auch nicht verloren, sondern könne als leistungsfähiges Handynetz allemal weitergenutzt werden, falls doch noch irgendwann die Glasfaserkabel-Verbindung kommen sollte, so Baumann. Die Kosten für die einzelnen Gemeinden sind dabei überschaubar. Nach Abzug der Förderungen und der Eigenbeteiligung der Firma Vodafone bleiben für die Gemeinde Hinterschmiding Kosten von 21 800 Euro, für Haidmühle 17 000 Euro, für Hohenau 6 200 Euro und für Mauth 16 400 Euro.
Erste Kunden schon für dieses Jahr geplant In enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden will Vodafone nun die vorgesehenen Standorte für die Funkmasten sichern und anschließend mit der Aufstellung beginnen. Noch Ende dieses Jahres sollen die ersten Kunden begrüßt werden können, hofft Heinrich.
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