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Übung: Bewohner des Wohnheims Reiterberg gerettet |
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Geschrieben von PNP: 26.05.2010
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Nur zur Übung: Bewohner des Wohnheims Reiterberg vor dem Feuer gerettet Realitätsnaher Einsatz - Löschwasserzisterne hat sich bewährt 
Der Rauch qualmt aus dem Haus, die Feuerwehrleute erklimmen den Balkon, um die Bewohner zu retten: Zum Glück handelte es sich bei dem Szenario nur um eine Übung. Stadler
Hinterschmiding. Samstagabend gegen 17 Uhr, Rauch quillt aus der Südseite des früher als Hotelpension genutzten Wohnheims Reiterberg, Jugendliche rufen um Hilfe, „es sind noch sechs Bewohner im Gebäude“, meldet Heimleiterin Maria Reischl, „machen Sie schnell“ - eine wirklichkeitsnahe Ausgangslage für die Gemeinschaftsübung der Feuerwehren Hinterschmiding, Herzogsreut, Philippsreut und Mitterfirmiansreut.
Um 17.06 Uhr rücken die Feuerwehren von ihren Standorten aus, um 17.11 Uhr bereiten sich die zuerst eingetroffenen Feuerwehren aus Hinterschmiding und Herzogsreut für den Atemschutzeinsatz vor. Feuerwehrmänner bringen am Balkon eine Steckleiter in Stellung. Der erste Atemschutztrupp geht über den Hauseingang in das Gebäude, ein weiterer Atemschutztrupp steigt über die Steckleiter auf den Balkon. „Die Übungsannahme sieht vor, dass die Jugendlichen sich auf die Balkone gerettet haben“, so stellvertretender Kommandant Daniel Madl, „wir wollen die Personenrettung unter erschwerten, aber realitätsnahen Bedingungen üben“.
Rettung per Leiter über den Balkon Die Philippsreuter Feuerwehr bringt ihre dreiteilige Schiebeleiter zur Rettung der auf dem Balkon des Dachgeschosses kauernden Jugendlichen in Position. Zugleich erhalten die Herzogsreuter und Philippsreuter Feuerwehr den Auftrag, die Betreuung der geretteten Personen zu übernehmen. Die Mitterfirmiansreuter Feuerwehr schickt einen zusätzlichen Atemschutztrupp zur Personenrettung in das Gebäude. Gegen 17.35 Uhr sind sämtliche Bewohner des Heimes gerettet, darunter zwei als vermisst geltende Personen. Zur Löschwasserversorgung wird auch die im Herbst letzten Jahres aus einer aufgelassenen Güllegrube umfunktionerte Zisterne benutzt. „Diese Zisterne ist eine wertvolle Stütze des Brandschutzes nicht nur für das Wohnheim, sondern für die am Reiterberg stehenden Lagerhallen“, meint Daniel Madl. Bei der anschließenden Übungsbesprechung bedankte sich Geschäftsführer Hans-Dieter Kiessling für den engagierten Übungseinsatz der Feuerwehr, „wir fühlen uns in sicheren Händen“, so Heimleiterin Maria Reischl. „Wir haben interessante Erfahrungen gemacht“, stellte Kommandant Josef Stadler fest, „gerade Beherbergungsstätten aller Art stellen für die Feuerwehr und den Rettungsdienst im Brandfall große Herausforderungen dar“. - jst |