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Geschrieben von PNP: 28.01.2010   

Bayerwaldler versucht sich als Superstar

Florian Moritz (16) sang vor Dieter Bohlen

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Florian Moritz aus Herzogsreut trat bei DSDS vor Dieter Bohlen, Volker Neumüller und Nina Eichinger auf. Weigerstorfer

Von Helmut Weigerstorfer
Herzogsreut.
Samstag, 23. Januar 2010, 20.15 Uhr: Alle Freunde, Verwandte und auch Florian Moritz selbst warten auf den großen Auftritt. Dann ist es soweit: Kamera läuft, die Jury rund um Dieter Bohlen sitzt bereit, begleitet von Blasmusikklängen betritt Florian Moritz die Bühne bei „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS). In einem Vorspann wird der Herzogsreuter vorgestellt. Die Zuschauer von RTL müssen schließlich wissen, mit wem sie es zu tun haben.


„Schon immer musikbegeistert“
„Ich war schon immer musikbegeistert, spiele schon seit mehr als fünf Jahren bei der Blaskapelle Herzogsreut und wollte einfach mal probieren, ob ich bei DSDS eine Chance habe“, so der mittlerweile 16-jährige Hobby-Klarinettist, der von Volker Neumüller fälschlicherweise als Tubist eingeschätzt wurde. Im Vorspann vor seinem eigentlichen Auftritt sitzt Florian in bayerischer Tracht vor einem Wirtshaus, erklärt, dass er stolz ist Bayer zu sein und auch stolz ist bei der Blaskapelle Herzogsreut zu spielen.
Nach seiner filmischen Vorstellung kam für Florian der große Moment, er trat vor die DSDS-Jury um Dieter Bohlen, Nina Eichinger und Volker Neumüller: Alle Jurymitglieder zeigten sich begeistert von der bayerischen Tracht und dem schneidigen Auftreten des jungen Bayerwäldlers. Ohne sich für seinen Dialekt zu schämen erklärt der Realschüler seine Herkunft und auch seine Liebe zur Blasmusik macht er deutlich. „Jeder soll wissen wo ich herkomme.“
Dass er immer in Herzogsreut, einen kleinen Dorf im bayerischen Wald bleiben möchte, das stellt er recht schnell klar. Er lebt nicht nur in diesem Dorf, er ist dort auch engagiert: So spielt er regelmäßig in der Blaskapelle, ist Schriftführer beim Jugendtreff und auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Herzogsreut ist er aktiv.
Mit der Wahl seines Liedes, nämlich „All summer long“ von Kid Rock, überrascht er dann regelrecht die Juroren Dieter Bohlen, Volker Neumüller und Nina Eichinger. Wahrscheinlich hätten sie ein Lied aus dem Bayerischen erwartet. „Ich wollte mit meinem vorgetragenen Lied etwas anderes bieten, nicht nur einfach ein bayerisches Lied. Auch gefiel mir dieser Sommerhit in letzter Zeit besonders.“

Dialekt und Tracht
nicht versteckt

Schnell wird allerdings auch deutlich, dass Florian nicht der kommende Superstar werden wird. Doch eines kann klar und deutlich hervorgehoben werden: Florian Moritz hatte den Mut den bayerischen Dialekt und auch die bayerische Tracht im Fernsehen zu vertreten. Schließlich gelten die Bayern mit ihren Traditionen und ihrem Dialekt außerhalb Bayerns manchmal als „hinterwäldlerisch“, was sie freilich keineswegs sind.
Da kann man wohl nur hoffen, dass es künftig mehr solche Typen gibt wie Florian Moritz, die ihren Dialekt und ihre Herkunft nicht verstecken. Dann klappt es vielleicht auch mal mit dem „Superstar“.
 
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